Museum des Monats: De Gevangenenpoort

Einst bildete das „Gefängnistor“ das Haupttor des Schlosses der Grafen von Holland, heute als Binnenhof und Sitz des Niederländischen Parlaments bekannt. Im 15. Jahrhundert wurde das mittelalterliche Tor zum wichtigsten Gefängnis des mächtigen Hofs von Holland. Später wurde es um die Gajolen (Zellen) sowie ein Gerichtsgebäude erweitert.

Verdächtige wurden in Erwartung ihrer Vernehmung und des Urteils in den finsteren Gajolen eingesperrt. Um ein Geständnis zu erzwingen, wurden sie teilweise in den sogenannten Pijnkelder (Folterkammer) gebracht. Das Urteil wurde nach dem Gerichtsurteil vollstreckt, wenn möglich mit großem Publikum und oft direkt auf dem Buitenhof.

Unter den Gefangenen im Gevangenpoort befanden sich bekannte Holländer wie Cornelis de Witt und Dierk Volckertszoon Coornhert. Sie hatten dort ihre eigene Luxuszelle, die sogenannte Ridderkamer (das Ritterzimmer).

Seit 1882 ist der Gevangenpoort ein staatliches Museum mit einer nationalen Sammlung von Straf- und Folterwerkzeugen. Das Museum erzählt die Geschichte von Verbrechen und Strafe vom 15. bis zum 19. Jahrhundert – vier Jahrhunderte Gefängnis, Verhöre und Bestrafung.

Quellen und zum Weiterlesen:
Wikipedia (nl)
Internetseite des Museums (de)

Adresse & Kontakt:
Buitenhof 33
2513 AH Den Haag
Telefon: 070 346 08 61
E-Mail: info@gevangenpoort.nl

Foto: Christian Schneider

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