Segbroek

In dieser Reihe möchte KulturNetz aan Zee die acht Den Haager Stadtbezirke vorstellen. Im dritten Teil behandeln wir den Stadtbezirk Segbroek. 

Steckbrief:

  • Einwohner: 63.000
  • Fläche: 7,19 km²
  • Wijken (Stadtteile): Regentessekwartier, Valkenboskwartier en Heesterbuurt, Vruchtenbuurt, Bomen- en Bloemenbuurt und Vogelwijk.

Name:
Der Segbroekpolder wird bereits im 13. Jahrhundert erwähnt; „broek“ bezieht sich auf die feuchten Bodenverhältnisse in diesem „Polder“.

Geschichte:
Im 17. Jahrhundert wurden dort zahlreiche Bauernhöfe gegründet, wie Hanenburg, Kranenburg, De Wildhoef, Wapendal und Berg en Dal. Erst 1988 wurde dieser Bezirk in Segbroek umbenannt.

Das Regentessekwartier wurde auf dem ehemaligen Polder ‚t Kleine Veentje errichtet. Der Name ‚Regentessekwartier‘ kann als zeitlicher Hinweis auf den Ursprung des Viertels gesehen werden: Königin Emmas Regierungszeit als Regentin (1890-1898). Das Regentessekwartier wurde zwischen 1885 und 1910 gebaut.

Der Stadtteil Valkenboskwartier besteht aus den Vierteln Valkenboskwartier und Heesterbuurt. Valkenboskwartier wurde nach dem Landgut Valkenbosch benannt. Am 1. Juli 1903 wurde die Grenze zu Loosduinen verschoben. Das neue Gebiet war weitgehend unberührtes Dünenland. In diesem Gebiet wurde das Valkenboskwartier erbaut. In den 1930er Jahren begannen die Arbeiten zur Sanierung der Gebäude. Industriegebäude machten Platz für Wohnhäuser. Auch die Armenhäuser, darunter die Arbeiterhöfe, wurden abgerissen. Die Heesterbuurt ist ein Viertel mit vielen dreistöckigen Wohnungen mit Flachdach. Die Straßen sind im Allgemeinen schmal. Typisch sind die geschlossenen Plätze mit den sie umgebenden Häusern.

Der Stadtteil Vruchtenbuurt besteht aus den Vierteln Vruchtenbuurt und Eykenduynen. Das Viertel befindet sich in einem ehemaligen Gartenbaugebiet. Älter als der Bau von Vruchtenbuurt sind die beiden Friedhöfe: „Oud Eik en Duinen“ und „Nieuw Eykenduynen“. Die Erweiterung der Vruchtenbuurt ist Teil des Uitbreidingsplan ‚West‘ aus dem Jahr 1927 („Erweiterungsplan West“).

Die Bomen- en Bloemenbuurt wurde zwischen 1911 und 1923 auf einem alten Strandrücken errichtet. Charakteristisch für das Gebiet sind seine vierzehn Plätze. Das Gebiet besteht eigentlich aus drei Vierteln: Bomenbuurt, Bloemenbuurt-West und Bloemenbuurt-Oost.

Die Vogelwijk wurde zwischen 1910 und 1960 als Gartenvorort gebaut (ursprünglich hieß er Tuinwijk Houtrust). Zum Vogelwijk gehören auch Teile der Westduinen, die Bosjes van Poot und der Sportpark Houtrust. Im Jahr 1909 wurde die Houtrust-Brücke über den Afvoerkanaal fertiggestellt, die den Zugang zum künftigen Viertel vom Statenkwartier aus ermöglichte. Der Bau des Houtrust-Sportplatzes erfolgte um 1910. Von der Laan van Poot führten mehrere Dünenübergänge zum Nordseestrand. Das Viertel beherbergte auch die Houtrusthallen, einen 1937 errichteten Sportkomplex, in dem u. a. Konzerte stattfanden.

Der Stadtteil Segbroek hat 18 Einträge im Rijksmonumentenregister.

Sehenswürdigkeiten:

  • Westduinpark
  • Naturpark Wapendal
  • Begrafplaats Eik en Duinen
  • Rijksmonument Papaverhof
  • Obelisk Regentesseplein
  • Das alte Schwimmbad im Theater De Regentes

Quellen und weitere Informationen:

Wikipedia (nl) 

Internetseite des Stadtbezirks (nl) 

Geschichte von Segbroek (nl) 

Foto: Christian Schneider

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