Buchtipp: Margot C. Berends et al.: „Laan van Meerdervoort“

Die Laan van Meerdervoort wird manchmal als die längste Allee der Niederlande und sogar Europas bezeichnet – sie ist fast sechs Kilometer lang. Diese Straße ist ein wörtlicher und bildlicher Querschnitt durch Den Haag. Dort ist alles zu finden: Geschäfte, Schulen, Firmen, Institutionen, Kirchen, Wohnungen in allen Formen und Größen, Parks, Wasserwege und viele Nationalitäten.

Dieses Buch beginnt bei Hausnummer 1 und endet bei Hausnummer 1803. Die Allee ist in fünf Teile gegliedert. Autorin Liza van Kuik erzählt immer ausführlich über den Ursprung jedes Teils der Allee. Anschließend geben die Autoren Jolly van der Velden und Margot Berends für jeden Teil der Allee kurze Eindrücke von Begegnungen und Besichtigungen aller Art. Begegnungen mit Bewohnern der Vergangenheit und Gegenwart, mit Menschen, die an der Allee arbeiten und mit Passanten. Besuche besonderer Gebäude, versteckter Gärten und markanter Plätze. Sie erzählen zum Beispiel vom Gymnasium Haganum, dem Sunny Court Park und der Chinesischen Mauer. Dazwischen tauchen sie ein in die Obdachlosenunterkunft an der Allee, in einen Wohnblock mit unpassierbaren Balkonen und in einen Kinderspielplatz aus der Zeit um 1890.

Sie erwähnen auch besondere Fakten über die lange Straße: Zum Beispiel war der Muschelweg im Mittelstreifen lange Zeit ein beliebter Spazierplatz, zudem malte Vincent van Gogh in der Laan van Meerdervoort.

Margot C. Berends, Liza van Kuik und Jolly van der Velden: Laan van Meerdervoort – Een dwarsdoorsnede van Den Haag, 208 Seiten, 2018, De Nieuwe Haagsche, Den Haag.

Foto: Christian Schneider

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