1701: Der Vertrag von Den Haag

Der Vertrag von Den Haag (oder auch „Haager Große Allianz“)  wurde am 7. September 1701 in Den Haag abgeschlossen und war ein breites Bündnis gegen Ludwig XIV. während des Spanischen Erbfolgekrieges.

Das Bündnis wurde zunächst zwischen dem Kaiser, England und den Niederlanden abgeschlossen, zu denen am 30. Dezember 1701 der preußische König trat. Seit 1703 schlossen sich das Reich als Ganzes sowie zahlreiche Reichsstände wie Kurbrandenburg, Braunschweig, Hessen-Kassel, Mecklenburg-Schwerin, der fränkische, der schwäbische, der niederrheinisch-westfälische und der oberrheinische Reichskreis an. Auch Savoyen, nachdem es die Seiten gewechselt hatte, und Portugal kamen hinzu. Auf Seiten Frankreichs standen unter anderem Kurbayern und Kurköln.

Das offizielle Ziel war die Bewahrung des Friedens. Aber das Bündnis stellte sich im Streit um die Nachfolge von Karl II. ganz auf die kaiserliche Seite. Frankreich wurden keine Rechte auf Spanien zuerkannt. Bei möglichen kriegerischen Aktionen wollten sich die Bündnispartner gegenseitig unterstützen. Besonders geschützt werden sollten die spanischen Niederlande auch mit Blick auf die freien Niederlande sowie das Herzogtum Mailand zum Schutz der habsburgischen Besitzungen in Italien.

England scherte 1713 aus dem Bündnis aus und schloss Frieden mit Frankreich. Am 7. März 1714 wurde der „Friede zu Rastatt” zwischen Frankreich und dem Kaiser abgeschlossen. Für das Deutsche Reich wurde am 7. September 1714 der „Friede von Baden” angenommen.

Quelle: Wikipedia

Foto: Christian Schneider

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